St. Stephanus - Filderstadt
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Hausgottesdienst zum 24.05.2020


Hausgottesdienst in Filderstadt am 24. Mai 2020
«Christi Himmelfahrt»

Link zum Video für den Hausgottesdienst hier

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Eingangslied: Gotteslob 809, 1 – 5 «Gen Himmel aufgefahren ist»
1) Gen Himmel aufgefahren ist, Halleluja, der Ehren König Jesus Christ. Halleluja.
2) Er sitzt zu Gottes rechter Hand, Halleluja, herrscht über Himmel und alle Land. Halleluja.
3) Nun ist erfüllt, was g’schrieben ist, Halleluja, in Psalmen von dem Herren Christ. Halleluja.
4) Drum jauchzen wir mit großem Schalln, Halleluja, dem Herren Christ zum Wohlgefalln. Halleluja.
5) Der Heiligen Dreieinigkeit, Halleluja, sei Lob und Preis in Ewigkeit. Halleluja.
Wir beginnen diese Feier im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, AMEN
Hinführung:
Am Donnerstag haben wir Christi Himmelfahrt gefeiert – ein irgendwie schillerndes Fest. Dieser Gottesdienst will Sie mitnehmen, um gemeinsam dem nachzuspüren, was wir an diesem Fest feiern.Zu Beginn werden wir ruhig und begrüßen den Auferstandenen in unserer Mitte, bitten ihn um Wegweisung, um Hilfe und um Erbarmen:
Kyrie
• Herr Jesus Christus, du hast deinen Jüngern und uns deinen Beistand versprochen.
• Deine Weisungen wollen nicht Last, sondern Befreiung zu glücklichem Leben sein.
• Hole uns in deiner Liebe und mit deinem Erbarmen zurück, wenn wir uns von dir und der Liebe entfernt haben.
Glorialied: GL 328, 1+7 «Gelobt sei Gott im höchsten Thron»
1: Gelobt sei Gott im höchsten Thron, samt seinem eingeborenen Sohn, der für uns hat genug getan, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
7: O mache unser Herz bereit, damit von Sünden wir befreit, dir mögen singen allezeit. Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Gebet:
Ich sitze vor Dir, Gott. Aufrecht und entspannt.
In diesem Augenblick lasse ich alle meine Pläne, Sorgen und Ängste los. Ich lege sie in Deine Hände. Gott, ich warte auf Dich. Du kommst auf mich zu. Du bist in mir, durchflutest mich mit Deinem Geist. Du bist der Grund meines Seins.
Öffne mich für Deine Gegenwart, damit ich immer tiefer erfahre, wer Du bist und was Du von mir willst. Amen



Lesung: APG 1, 1 - 11
Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist erwählt hatte, Weisung gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.
Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden. Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde. Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke
nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.
Ansprache:
Sie könne die Predigt im Video hören und / oder über folgende Impulse ins Gespräch kommen:
1: «Himmel»
Was mit «Himmel» gemeint ist, wird in der englischen Sprache deutlich, denn die macht – anders als die deutsche Sprache – einen Unterschied zwischen Himmel und Himmel.
Da gibt es den «Heaven» der keinen Ort bezeichnet, sondern einen Zustand, eine Seinsweise, eine Qualität.
«Sky» dagegen ist die Atmosphäre, ist der blaue oder graue Himmel – ist da, wo sich die Flugzeige bewegen.
«Himmel», im Sinne von heaven, beschreibt die Erfahrung der Gegenwart Gottes in unserer Welt. Himmel ist da, wo sich Gottes Wirklichkeit und unser Leben treffen, wo wir mit Gott in Berührung kommen, wo Gottes Liebe ist.
Gott ist nicht, wo der Himmel ist; wo Gott ist, da ist Himmel.
Nicht oben, hinter den Wolken, sondern hier und ganz nah – in mir und in dir ist dieser «Himmel»
«Ich fühle mich wie im Himmel» – wann ist oder war das? Was ist dann da?
«Ich fühle mich Gott ganz nah» – wann ist oder war das?
«Das ist ja himmlisch!» - wann hatte ich dieses Gefühl?
2: «Wolke»
Auch die Wolke ist – wie oft in der Bibel – ein Bild: ein Bild für Gottes unmittelbare, aber verborgene, verbergende Anwesenheit.
Das Symbol der Wolke ist ein Ausdruck dafür, dass Gott zugleich nahe und unerreichbar ist; dass er da ist und doch nicht zu greifen.
Und das trifft irgendwie auf uns alle zu. Ich meine, einen Menschen (oder auch mich selbst) zu kennen – und stelle doch immer wieder fest, dass ich im Grunde nichts wirklich weiß.
Ich erlebe sie immer wieder – solche Überraschungen – wenn ich merke, dass ich etwas kann, was ich bis dahin noch nicht ausprobiert habe.
Oder ich bin überrascht, von Menschen, die ich bestens zu kennen glaubte.
Und das ist irgendwie sogar die Grundlage einer lebendigen Beziehung:
Wenn Gedanken, Gefühle kommen – was immer die Aufmerksamkeit fesselt – lass sie liebevoll ziehen. Bleibe gespannt auf das, was sich immer jetzt und immer neu zeigt.
Probiere dasselbe in der Begegnung mit (einem) Menschen aus: Begegne ihm/ihr bewusst in der Haltung des Nicht-Wissens, des liebevollen Interesses. Lass Dich überraschen.




«Himmelfahrt»
Der biblische Text versucht in bildlicher Sprache etwas zu sagen, was kaum sagbar ist. Die Bilder versuchen, die Verwandlung zu beschreiben, die sich mit Jesus und mit seinen Jüngern und Jüngerinnen vollzogen hat.
D.h. an Himmelfahrt feiern wir nicht, dass Jesus «weggeht». Vielmehr ist und zugesagt, dass er uns viel näherkommt als er das als geschichtlicher Mensch je gekonnt hätte. Er ist viel mehr: er ist unmittelbar da, in unseren Herzen, in unseren Gedanken, in unseren Taten, in unserem Reden, in den Mitmenschen an unserer Seite.
Himmelfahrt ist damit ein Fest der Nähe Gottes. Gott kommt/ist uns ganz nah.
Himmelfahrt ist auch ein Fest der Ermutigung: Trau dich, auf deine innere Stimme zu hören. werde hellhörig, empfänglich für das, was dein Herz, was Christus dir im Tiefsten sagt.
Dann darf ich mich fragen:
Wo und wann erfahre ich Gottes Nähe? Nimm Deine Erfahrungen ernst – frag nicht danach, was andere sagen oder meinen.
Was hilft mir, zu mir zu kommen, mich zu hören? Nimm Dich darin ernst, nimm Dir dafür immer wieder Zeit

Gebet:
Du, der über uns ist,
Du, der einer von uns ist.
Du, der ist – auch in uns:
Dass alle dich sehen – auch in mir,
dass ich den Weg bereite für dich,
dass ich danke für alles, was mir widerfuhr,
dass ich dabei nicht vergesse der anderen Not.
Behalte mich in deiner Liebe, so wie du willst, dass andere bleiben in der meinen.
Möchte sich alles in meinem Wesen zu deiner Ehre wenden, und möchte ich nie verzweifeln,
denn ich bin in deiner Hand, und alle Kraft und Güte sind in dir. Dag Hammarskjöld
WEITERGEHEN
«Ihr Leute aus Galiläa, was steht ihr da und blickt zum Himmel? Dieser Jesus ist euch entzogen und zum Himmel hinaufgenommen worden. Wie ihr ihn zum Himmel gehen gesehen habt, so wird er kommen.» - so hieß es in der Lesung aus der Apostelgeschichte. Der Blick wir nach vorn gerichtet. Gehen wir hinaus, ihm entgegen und lassen wir uns dann seinen Segen empfangen.
Dazu singen wir das Lied: «Gott ist gegenwärtig,» Gotteslob 387, 1+5+6+8
1) Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten. Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge. Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Augen nieder; kommt, ergebt euch wieder.
5) Luft, die alles füllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder: ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir, lass mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden.
6) Du durchdringest alles; lass dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.
8) Herr, komm in mir wohnen, lass mein' Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden; komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, dass ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, lass mich dich erblicken und vor dir mich bücken.

Evangelium: Mt 28, 16 – 20
Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Segen:

Geht hinein in die Welt, die Gott, der Vater, geschaffen hat. Geht hinein in die Welt, die Gott, der Sohn erlebt und erlitten hat. Geht hinein in die Welt, die Gott, der Heilige Geist, mit eurer Hilfe verwandeln will. Dazu segne euch der treue und der lebendige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Lied: Gotteslob 336, 1 – 3 «Jesus lebt, mit ihm auch ich»
1) Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.
2) Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zuversicht.
3) Jesus lebt! Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Seine Treue wanket nicht; dies ist meine Zuversicht.
Wenn Sie Agape feiern möchten, dann können Sie das an dieser Stelle tun:

Agapefeier

Segnung der Speisen
E: Gott, wir brauchen nicht nur Brot als Nahrung, wir brauchen auch Liebe.
Ohne Brot verhungern wir, ohne Liebe verkümmern wir.
Das Brot, das du uns gibst, ist beides: Brot in Liebe gegeben.
Auch diese Gaben sind Zeichen deiner Liebe.
In Dankbarkeit nehmen wir sie an aus deiner Hand.
A: Amen

Agapemahl
E: Teilen wir nun das Brot (evtl. die anderen Speisen und Getränke)
miteinander. Seien wir uns dabei bewusst, wie sehr wir auf die Liebe
zueinander und auf die Liebe Gottes angewiesen sind und daraus leben.

Dankgebet
A: Wir sagen dir Dank, Vater, für dieses Mahl,
das wir zusammen eingenommen haben.
Wie das Brot auf dem Tisch aus vielen Körnern besteht,
so sammle und eine deine Kirche auf der ganzen Erde
in der Herrlichkeit deines Reiches,
dass sie allen Menschen zum Zeichen deiner Liebe werde.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.


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